24/08/2026
Ja, wir wissen es auch. Dieser Post ist nicht mehr ganz taufrisch.
Er lag aus Gründen ein paar Wochen unbeachtet in der Schublade und ist gerade irgendwo zwischen Fax, Aktenordnern und anderen Dingen, die 2026 eigentlich niemand mehr haben sollte, wieder aufgetaucht.
Aber… aged like fine wine oder so…. bzw. deshalb nicht weniger wichtig.
Ready??
Here we go: KI ist mittlerweile ziemlich selbstverständlich Teil von Creative und Production geworden.
Moodboards, Previs, Visuals, Retouching, Voice, Video, Copy. Was vor zwei Jahren noch Experiment war, sitzt heute ziemlich entspannt mitten im Workflow.
Und seit dem 2. August 2026 sitzt da jetzt auch der EU AI Act mit am Tisch.
Unser Lieblings-Medienanwalt Christian Solmecke erklärt in ziemlich kurzweiligen 19 Minuten, was die neuen Transparenzpflichten für alle bedeuten, die professionell mit AI Content arbeiten.
Und nein: Es heißt nicht einfach „AI benutzt = Label drauf“.
Spannend wird es vor allem bei Bildern, Videos oder Stimmen, die so real wirken, dass man sie für echt halten könnte. Also genau in dem Bereich, in dem generative AI für Werbung und Content gerade besonders interessant wird.
Dazu kommen ein paar ziemlich praktische Fragen:
Wo muss die Kennzeichnung eigentlich hin?
Wann wird aus einem AI Visual rechtlich ein Deepfake?
Was gilt bei KI-generierten Texten?
Was ist noch normale Retusche?
Und wie integriert man das Ganze in einen Creative Workflow, ohne jedes Asset aussehen zu lassen wie einen Medikamenten-Beipackzettel?
Bei möglichen Bußgeldern von bis zu 15 Millionen Euro bekommt „we’ll fix it in post“ jedenfalls plötzlich eine etwas andere Bedeutung.
Besonders interessant finden wir die Diskussion für Fotograf:innen, Filmemacher:innen, Creators und Agenturen. Denn genau dort verschwimmen die Grenzen zwischen klassischer Bearbeitung, AI-assisted und komplett generiert inzwischen täglich ein bisschen mehr.
Christian dröselt das Ganze angenehm verständlich auf.
19 Minuten, die für unsere Bubble gerade ziemlich gut investiert sind.
Und über ein Like und Subscribe würde sich Herr Solmecke bestimmt auch freuen. Am besten hier.
Haut rein und bis zum nächsten Mal.
21/08/2026
Tinder goes IRL und wir waren dabei

Und Paint & Flirt, wo Kennenlernen einfach nebenbei passiert, während man versucht, etwas halbwegs Vorzeigbares auf die Leinwand zu bekommen.
Events für Singles mit leichter Digital Fatigue. Für alle, die vielleicht doch mal wieder Lust haben, Menschen nicht nur als Profile kennenzulernen. Weniger Screen Time, mehr Geschichten, die offline anfangen.
Genau das wollten wir auch in der Kommunikation spüren. Also keine klassische Event-Ankündigung, sondern eine komplette Journey.
Erst UGC Creators, die die Events ankündigen und die richtige Energy setzen. Dann die Influencer-Kampagne. Influencer erzählen von den Events, gehen selbst hin und halten fest, was vor Ort wirklich passiert.
Und weil IRL eben auch heißt, dass Dinge plötzlich wieder angefasst werden können, ging es für uns einmal raus aus dem üblichen Terrain.




Poster. Sticker. Coaster. Neon Signs.
Wir wollten kein Branding in den Raum stellen, sondern Icebreaker bauen. Die Sticker machen Personality sichtbar und provozieren den ersten Satz. Die Coaster gehen einen Schritt deeper und bringen echte Conversation Starter an den Tisch. Die Poster setzen den Vibe. Und die Neon Signs sind für uns spätestens dann erfolgreich, wenn sie im Hintergrund von fremden Selfies auftauchen.
Social. Creator. Influencer. Design. IRL.
Einmal alles, bitte.
Und die ehrlichste Frage, die wir uns bei den französischen Coastern gestellt haben: Wie flirtet Gen Z eigentlich auf Französisch? Und klingt das nicht sofort viel zu sexy?




Und die ehrlichste Frage, die wir uns bei den französischen Coastern gestellt haben: Wie flirtet Gen Z eigentlich auf Französisch? Und klingt das nicht sofort viel zu sexy?
Die Frage klang beim ersten Mal nach einem Witz im Call. Danach hat sie uns durch das halbe Projekt begleitet.
Für unsere Tinder Eventreihe war Genf ein Kapitel für sich. Und die erste Erkenntnis war: Französisch ist nicht die Antwort. Genfer Französisch ist die Antwort.



Gerade auf Postern und Coastern reicht es nicht, einen Gedanken ins Französische zu übersetzen. Ein Satz kann komplett korrekt sein und trotzdem nach Paris klingen. Oder schlimmer, nach Schulbuch. Die Romandie hat ihre eigenen Wörter, ihren eigenen Rhythmus, und der Slang von Gen Z ist nochmal eine eigene Ebene obendrauf. Das ist der Unterschied zwischen einem Satz, der stimmt, und einem Satz, den jemand tatsächlich so sagen, posten oder auf einen Bierdeckel drucken würde.



Aus Copy wurde damit ziemlich schnell Cultural Research.
Und beim Casting ging es genauso weiter. Wir hatten mit einem Longlist-Problem gerechnet und hatten am Ende ein Shortlist-Problem. Genf ist als Creator-Markt deutlich kleiner, als die Stadt vermuten lässt. Die Liste der Profile, die wirklich zur Stadt, zur Community und zur Tinder-Energy passen, war schneller zu Ende, als uns lieb war. Casting in Genf fühlt sich an wie Swipen in einer Kleinstadt. Nach vier Profilen kommt nichts mehr nach, und danach drehst du dich im Kreis.
Weniger auswählen, mehr suchen. Und deutlich mehr Zeit in Recherche als in jeder anderen Stadt.

Genau deshalb mögen wir solche Projekte. Nicht fünf Assets nebeneinander bauen, sondern eine Idee durch unterschiedliche Touchpoints wandern lassen, die überall dieselbe Sprache spricht. Auch wenn sie an einem Ort anders klingen muss, um dieselbe zu bleiben.