21/08/2026
Tinder goes IRL und wir waren dabei

Und Paint & Flirt, wo Kennenlernen einfach nebenbei passiert, während man versucht, etwas halbwegs Vorzeigbares auf die Leinwand zu bekommen.
Events für Singles mit leichter Digital Fatigue. Für alle, die vielleicht doch mal wieder Lust haben, Menschen nicht nur als Profile kennenzulernen. Weniger Screen Time, mehr Geschichten, die offline anfangen.
Genau das wollten wir auch in der Kommunikation spüren. Also keine klassische Event-Ankündigung, sondern eine komplette Journey.
Erst UGC Creators, die die Events ankündigen und die richtige Energy setzen. Dann die Influencer-Kampagne. Influencer erzählen von den Events, gehen selbst hin und halten fest, was vor Ort wirklich passiert.
Und weil IRL eben auch heißt, dass Dinge plötzlich wieder angefasst werden können, ging es für uns einmal raus aus dem üblichen Terrain.




Poster. Sticker. Coaster. Neon Signs.
Wir wollten kein Branding in den Raum stellen, sondern Icebreaker bauen. Die Sticker machen Personality sichtbar und provozieren den ersten Satz. Die Coaster gehen einen Schritt deeper und bringen echte Conversation Starter an den Tisch. Die Poster setzen den Vibe. Und die Neon Signs sind für uns spätestens dann erfolgreich, wenn sie im Hintergrund von fremden Selfies auftauchen.
Social. Creator. Influencer. Design. IRL.
Einmal alles, bitte.
Und die ehrlichste Frage, die wir uns bei den französischen Coastern gestellt haben: Wie flirtet Gen Z eigentlich auf Französisch? Und klingt das nicht sofort viel zu sexy?




Und die ehrlichste Frage, die wir uns bei den französischen Coastern gestellt haben: Wie flirtet Gen Z eigentlich auf Französisch? Und klingt das nicht sofort viel zu sexy?
Die Frage klang beim ersten Mal nach einem Witz im Call. Danach hat sie uns durch das halbe Projekt begleitet.
Für unsere Tinder Eventreihe war Genf ein Kapitel für sich. Und die erste Erkenntnis war: Französisch ist nicht die Antwort. Genfer Französisch ist die Antwort.



Gerade auf Postern und Coastern reicht es nicht, einen Gedanken ins Französische zu übersetzen. Ein Satz kann komplett korrekt sein und trotzdem nach Paris klingen. Oder schlimmer, nach Schulbuch. Die Romandie hat ihre eigenen Wörter, ihren eigenen Rhythmus, und der Slang von Gen Z ist nochmal eine eigene Ebene obendrauf. Das ist der Unterschied zwischen einem Satz, der stimmt, und einem Satz, den jemand tatsächlich so sagen, posten oder auf einen Bierdeckel drucken würde.



Aus Copy wurde damit ziemlich schnell Cultural Research.
Und beim Casting ging es genauso weiter. Wir hatten mit einem Longlist-Problem gerechnet und hatten am Ende ein Shortlist-Problem. Genf ist als Creator-Markt deutlich kleiner, als die Stadt vermuten lässt. Die Liste der Profile, die wirklich zur Stadt, zur Community und zur Tinder-Energy passen, war schneller zu Ende, als uns lieb war. Casting in Genf fühlt sich an wie Swipen in einer Kleinstadt. Nach vier Profilen kommt nichts mehr nach, und danach drehst du dich im Kreis.
Weniger auswählen, mehr suchen. Und deutlich mehr Zeit in Recherche als in jeder anderen Stadt.

Genau deshalb mögen wir solche Projekte. Nicht fünf Assets nebeneinander bauen, sondern eine Idee durch unterschiedliche Touchpoints wandern lassen, die überall dieselbe Sprache spricht. Auch wenn sie an einem Ort anders klingen muss, um dieselbe zu bleiben.